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Workshop mit Industrie und Gewerbe am 03.09.2009

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Klimaschutzbasierte Wirtschaftsförderungsstrategie 2020

Klimaschutzkonzept als Grundlage

Die Stadt Kaiserslautern hat sich das Ziel gesetzt Null-Emissions-Stadt zu werden. In einem ersten Schritt ist vorgesehen gemeinsam mit Unternehmen vor Ort bis zum Jahr 2020 eine CO2 Einsparung von mindestens 40% der Gesamtemissionen zu erreichen.

Durch ein umfassendes Klimaschutzkonzept, welches die Grundlage der „klimaschutzbasierten Wirtschaftsförderungsstrategie 2020“ der Stadt Kaiserslautern bildet, soll eine Verringerung der CO2 Emissionen von 600.000 Tonnen pro Jahr bis zum Jahr 2020 erreicht werden. Hierzu sind gewaltige Anstrengungen notwendig. Neben der Nutzung von Möglichkeiten zur Energieeinsparung ist vorgesehen  regionale, erneuerbare Energieressourcen einzusetzen,  Energieeffizienzpotenziale zu erschließen, Investitionen in Erneuerbare Energien und energetische Gebäudesanierungen auszulösen und so vor allem im regionalen Handwerk und bei den regionalen Unternehmen Arbeitsplätze zu sichern  bzw. neu zu schaffen. Außerdem soll durch das positive Image die Attraktivität der Stadt insgesamt erhöht werden.

Die Stadt Kaiserslautern hat das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) mit der Erstellung des „Klimaschutzkonzepts“, dass im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird, beauftragt. Projektbeginn war der 15. März 2009.

Das Konzept, teilt sich auf in die Schwerpunkte Potenzialanalyse, Akteursnetzwerk und Öffentlichkeitsarbeit und mündet in die Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs und die Durchführung einer Wirkungsanalyse. Die ökonomischen und ökoloischen Auswirkungen dieser Maßnahmen werden überprüft.

Zunächst wird die Ist-Situation der Stadt Kaiserslautern anhand von CO2
-Bilanzen und Befragungen erfasst. Das vorhandene CO2-Bilanzierungssystem wird als Controlling Instrument zur Überprüfung der erreichten Klimaschutzziele ausgebaut.

Im Rahmen der Potenzialanalyse werden zunächst 100 städtische Gebäude hinsichtlich der Ausführung von Effizienzmaßnahmen bezüglich Gebäudehülle, Beleuchtung, technische Anlagen und Heiztechnik sowie Einsatz erneuerbarer Energieträger analysiert. Möglichkeiten für innovative technische Konzepte und Finanzierungsansätze werden erörtert um die CO2 Emissionen und die Verbrauchskosten der Objekte zu senken und dabei die Energieeffizienz zu steigern.

Der Maßnahmenkatalog wird in Zusammenarbeit mit regional ansässigen Unternehmen und Institutionen entwickelt und basiert auf dem Aufbau und der Aktivierung des partizipativen Klimaschutznetzwerks Kaiserslautern. Die Stadtverwaltung Kaiserslautern und das IfaS haben 50 Experten- und Beratungsgespräche vor Ort geplant, die von den Akteuren in Anspruch genommen werden können.

Die Auftaktveranstaltung fand am Dienstag, den 24. März 2009 in der Stadt Kaiserslautern statt. Neben der Stadtverwaltung haben bisher 31 Firmen und Einrichtungen eine Absichtserklärung unterzeichnet und sich bereit erklärt das Klimaschutzkonzept zu unterstützen. Die Vorteile für die Netzwerkpartner liegen auf der Hand: Energiekosteneinsparung erhöht die Wettbewerbsfähigkeit, sichert und schafft Arbeitsplätze und dient nicht zuletzt der Imageverbesserung.

„Es ist ein ehrgeiziges Ziel, das wir nur gemeinsam mit den Akteuren erreichen können. Durch gezielte Investitionen können die Treibhausgasemissionen gesenkt werden, was wiederum die regionale Wertschöpfung steigert und damit eine langfristige Daseinsvorsorge in Gang setzt“ berichtete Beigeordneter Peter Kiefer.

Für die Erstellung des Klimaschutzkonzepts sind 12 Monate vorgesehen. Im Anschluss daran soll das Konzept unter anderem auch durch die Beantragung weiterer Fördermittel umgesetzt werden.

Die Erfahrungen der Stadt Kaiserslautern, die durch die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts gewonnen werden, könnten anderen Städten und Gemeinden als Benchmark zu Verfügung stehen. Die Umsetzung des Konzepts würde auch wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung beitragen, deren Ziel es ist, die treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 gegenüber 1990 um 40% zu senken.