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Klimaschutzbasierte Wirtschaftsförderungsstrategie 2020
Über 50 lokale Akteure aus den Bereichen Industrie und Gewerbe, Energieversorgung, Religionsgemeinschaften, soziale Einrichtungen und viele weitere Interessenten folgten der Einladung der Stadt Kaiserslautern und nahmen an der Klimaschutztagung am 23. März 2010, im Rathaus der Stadt Kaiserslautern teil.
Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden unter anderem die Projektergebnisse des Klimaschutzkonzepts der Stadt Kaiserslautern vorgestellt.
Das Konzept, welches vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) erstellt und im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert wurde, bildet die Basis der „Klimaschutzbasierten Wirtschaftsförderungsstrategie 2020“ der Stadt Kaiserslautern.
Durch die Umsetzung eines Maßnahmenkataloges, der den Kern des Klimaschutzkonzepts darstellt, soll das ambitionierte Ziel der Stadt Kaiserslautern, die Emissionen bis zum Jahr 2020 um 40%+X zu senken, erreicht werden.
Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf der Erschließung von Potenzialen im Bereich der Energieeffizienz und der Nutzung von Erneuerbaren Energien. Diese Maßnahmen reduzieren nicht nur CO2-Emissionen, sondern tragen auch durch die regionale Wertschöpfungskette direkt zur Wirtschaftsförderung bei.
Dies wurde insbesondere bei der Vorstellung der Ergebnisse durch Prof. Dr. Heck, Geschäftsführender Direktor des IfaS deutlich. Alle der vom IfaS im Rahmen des Klimaschutzkonzepts in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren entwickelten investiven Maßnahmen sind wirtschaftlich.
Herr Prof. Heck machte dies am Beispiel eines Heizungspumpenaustauschs (alte Pumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe) sehr deutlich:
Allein der Austausch von Pumpen bei 3.500 Haushalten führt zu einer jährlichen Kosteneinsparung von 250.000 € durch Senkung des Energieverbrauchs. Diese stehen den Bürgern und damit der Region als Mehrwert zur Verfügung. Durch den Einbau dieser Pumpen werden nicht nur Kosten gesenkt und Emissionen gemindert, sondern auch Investitionen getätigt, von denen regionale Handwerksbetriebe profitieren.
Die Umsetzung aller messbaren Maßnahmen des Maßnahmenkataloges würde eine Minderung von 51% der CO2-Emissionen bedeuten. Dieser Wert überschreitet das Ziel der Stadt um 11%. Die Handlungsmöglichkeiten der Stadt Kaiserslautern selbst aktiv CO2-einzusparen sind jedoch gering, da der größte Teil der Emissionen von den privaten Haushalten und von Industrie und Gewerbe produziert werden.
Aus diesem Grund ist es wichtig, dass alle Akteure "an einem Strang" ziehen. Schon während des Entwicklungszeitraumes des Klimaschutzkonzepts (30.03.2009 - 30.03.2010) wurde erfolgreich ein Klimaschutznetzwerk etabliert. Bisher schlossen sich insgesamt 50 Unternehmen und Institutionen aus dem Stadtgebiet Kaiserslautern dem Netzwerk an und haben sich mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung bereit erklärt, die Stadt zu unterstützen.
Die Energieversorger der Stadt Kaiserslautern sind ein wichtiger Partner zur Erreichung der Klimaschutzziele. Auf den Sektor Energie sind 64% der Gesamtemissionen im Stadtgebiet zurückzuführen. Durch die Unterzeichnung der Absichtserklärung setzten die Energieversorger ein bedeutsames Zeichen für den Klimaschutz. Im Rahmen der Klimaschutztagung wurden bereits umgesetzte und geplante Klimaschutzaktivitäten von Vertretern der Technischen Werke Kaiserlautern (TWK), der Gasanstalt und der WVE GmbH vorgestellt.
Bürger, Unternehmen und Institutionen können ebenfalls einen erheblichen Beitrag zur Minderung der CO2-Emissionen leisten. Durch den Kauf von Klimafreundlichen Produkten der Energieversorger wie beispielsweise klimagasplus und Öko-Strom sowie die Installation von PV-Anlagen kann Klimaschutz aktiv und auf Dauer kostensparend betrieben werden.
Die Klimaschutztagung umfasste neben den Beiträgen des IfaS sowie der regionalen Energieversorger auch Themenbereiche wie Warmmietkonzepte, Smart Energy sowie Förderung von Klimaschutznetzwerken und Öffentlichkeitsarbeit. Über diese Bereiche haben Vertreter wissenschaftlicher Einrichtungen und des Landes Rheinland-Pfalz sowie Unternehmen informiert.
In der anschließenden Gesprächsrunde an der sich lokale Akteure und der Beigeordnete Peter Kiefer beteiligten, haben alle Mitwirkenden ihre Mitarbeit zur Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt bekräftigt und ihre Maßnahmen und Ideen zur CO2-Reduktion vorgestellt.
Diese informative Veranstaltung bekräftige die Stadt Kaiserslautern bei ihrem Klimaschutzvorhaben und verdeutlichte die Bereitschaft lokaler Akteure bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts mitzuarbeiten.















