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    Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) ist ein etabliertes In-Institut der Hochschule Trier mit Sitz am Umwelt-Campus Birkenfeld (Null-Emissions-Campus).  [mehr über IfaS]

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Zero Emission Park

Rahmendaten

  • Projektpartner: TU Kaiserslautern, Universität Oldenburg, Universität Bremen, Universität Duisburg-Essen
  • Mittelgeber: Forschungsprogramm "Experimenteller Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)" des Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Rahmen der "Nationale Stadtentwicklungspolitik" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).
  • Laufzeit: Januar 2008 bis Dezember 2009

Projektbeschreibung

Der Entwicklungsprozess in Richtung Nachhaltigkeit greift die aktuellen Herausforderungen einer modernen Stadtentwicklungspolitik auf und umfasst die Schwerpunkte: Energie und Umwelt, Bildung und Soziales, Arbeiten und Wohnen, Flächenmanagement sowie infrastrukturelle und städtebauliche Anforderungen für Industrie- und Gewerbegebiete und deren Integration in die Stadtentwicklung.

Der Entwicklungsprozess an den vier Standorten zu nachhaltigen Industrie- und Gewerbegebieten steht unter der Leitidee "Zero Emission". Zero Emission bedeutet, schädliche Emissionen insgesamt zu vermeiden und vor allem den CO2-Ausstoß durch kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen möglichst auf "Null" zu senken, zum Wohl für Mensch, Gesellschaft und Natur, gerade im Blick auf den Klimawandel.

Ziel des Modellprojekts "Zero Emission Park" ist es, ein generelles Vorgehensmodell zur Entwicklung nachhaltiger Industrie- und Gewerbegebiete zu erarbeiten. Dieses Vorgehensmodell wird exemplarisch an vier Standorten mit unterschiedlicher Charakteristik entwickelt.

Dazu wird die Leitidee "Zero Emission" auf verschiedene Industrie- und Gewerbeparks angepasst und in konkreten Handlungsfeldern angewandt. Flankierend werden hierzu geeignete Instrumente entwickelt. Sie sollen zum einen helfen, die Übertragbarkeit des Vorgehensmodells zu sichern. Zum anderen sollen sie die Akteure in den Industrie- und Gewerbegebieten dabei unterstützen, den Entwicklungsprozess in Richtung Nachhaltigkeit ihrer spezifischen Charakteristik in den Standorten anzupassen.

Um die Umsetzung des Vorgehensmodell zur Entwicklung nachhaltiger Industrie- und Gewerbe-gebiete anhand konkreter Bereiche aufzeigen zu können, werden im Modellprojekt "Zero Emission Park" spezifische Handlungsfelder ausgewählt:

  • Nachhaltigkeitsmanagement
  • Stoffstrommanagement
  • Stadt- und Verkehrsplanung
  • Unternehmensnahe Kinderbetreuung
  • Datenkommunikation und Netzwerk

Diese spezifischen Handlungsfelder bieten eine Reihe von Ansatzpunkten, um Industrie- und Gewerbegebiete sichtbar in Richtung Nachhaltigkeit zu entwickeln und dabei die Leitidee Zero Emission umzusetzen.
Die betrachteten Gewerbegebiete können wie folgt charakterisiert werden:

Bottrop: Das Industriegebiet "Am Kruppwald & An der Knippenburg" in Bottrop beherbergt 250 kleine und mittlere Betriebe, die verstreut auf einer Fläche von 120 Hektar wirtschaften. Dazu zählen auch erfolgreiche, lange am Markt bestehende Unternehmen mit viel Erfahrung. Für sie kam das Projekt "Zero Emission" gerade recht: Längst hatten sie erkannt, dass für ein zukunftsfähiges Wirtschaften neue Schritte getan werden müssen. Sollen dauerhaft die notwendigen Ressourcen zur Produktion von Gütern und Dienstleistungen zur Verfügung stehen, müssen sie heute geschont werden oder besser noch, durch erneuerbare ersetzt werden. Den ersten Schritt auf dem Weg zu einem nachhaltigen Industriegebiet haben diese Unternehmen selbst getan: eine funktionierende Interessengemeinschaft gegründet und Partner gesucht, wie etwa Stadtverwaltungen, Umweltämter, Wirtschaftsförderer und Landesregierungen.

Bremen: Der „Technologiepark Bremen“ setzt sich aus ca. 300 Unternehmen sowie aus der Universität Bremen mit 12 Fachgebieten und 20 Forschungsinstituten zusammen. Insgesamt arbeiten im Technologiepark rund 6.200 Menschen. Die Unternehmen sind überwiegend im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik, Luft- und Raumfahrt, Logistik, Werkstoff-, Mikrosystem- und Produktionstechnik sowie der Sensor- und Nanotechnik tätig. Aufgrund seiner ausgesprochenen Dienstleistungs- und Hochtechnologieorientierung stehen im "Technologiepark Bremen" andere Herausforderungen und Entwicklungsschwerpunkte im Vordergrund im Vergleich zu Industriegebieten mit Unternehmen überwiegend aus dem produzierenden Gewerbe.

Eberswalde: Das "Industriegebiet am Binnenhafen" befindet sich auf einem ehemaligen Militärstandort. Es hat eine Größe von ca. 14,6 davon sind ca. 2,4 ha Ansiedlungsfläche noch frei. Das Industriegebiet  liegt direkt am öffentlichen Binnenhafen in Eberswalde und hat deshalb einen günstigen Zugang zum Oder-Havel-Kanal. Es erfüllt damit die Voraussetzungen zum Güterumschlagsknoten. Ferner bietet es Flächen mit moderner Infrastruktur zur Industrie- und Gewerbeansiedelung. Der moderne Binnenhafen verfügt über eine trimodale Anbindung, hat 420 m Kaianlage, 2,9 km hafeneigene Gleisanlagen, geeichte Wägetechnik von 400 bis 50.000 t, einen schienenfahrbaren Portaldrehkran mit 45 t Traglaststufe, diverse Mobiltechnik sowie ca. 2,1 ha befestigte Lagerfläche. Die dort bereits ansässigen Unternehmen sind in den unterschiedlichen Branchen tätig, z.B.: im Handel mit landwirtschaftlichen Produkten, der Herstellung von Holzpellets sowie der Erzeugung von Strom aus nachwachsenden Rohstoffen (Holzkraftwerk).

Kaiserslautern: Das Industriegebiet Nord erstreckt sich auf einer Größe ca. 100 ha. Derzeit haben sich dort ca. 25 kleine und mittlere Unternehmen, darunter 2 Unternehmen mit über 100 Beschäftigten, angesiedelt  Die Unternehmen sind vornehmlich dem produzierenden Gewerbe zuzuordnen und im Maschinenbau sowie der Lebensmittelverarbeitung tätig. Handlungsschwerpunkt im "Industriegebiet Nord" ist die Verknüpfung zwischen einem nachhaltigen Wirtschaften und der Entwicklung einer Gebietskultur am Standort. Die Entwicklungen am Standort "Industriegebiet Nord" zum "Zero Emission Park" sind eingebettet in eine lokale klimaschutzbasierte Wirtschaftsförderungsstrategie in Kaiserslautern auf dem Weg zur "Zero Emission City". Ziel dieser Strategie ist es, im Stadtgebiet Kaiserslautern bis zum Jahr 2020 insgesamt 40% plus x der treibhauswirksamen Gesamtemissionen einzusparen.

Informationen und Kontakt

IfaS:
Dipl. Ing. Kerstin Lauerburg
Tel.: 06782 / 17-1567
Mail.: k.lauerburg(at)umwelt-campus.de

Projektmanagement (Uni Oldenburg):
Veronika Wolf
Tel.: 02191 / 61664
Mail: wolf(at)wi-ol.de

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter 

http://www.zeroemissionpark.de/