Biomasse-Tagung 2008
Vorwort zur 8. Biomassetagung am 06. und 07.11.2008
Die Biomassenutzung in Rheinland-Pfalz hat in den letzten Jahren einen kontinuierlichen und erfreulichen Aufschwung genommen. Die positive Entwicklung dieses Sektors kann ich angesichts der landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Prägung unseres Landes nur begrüßen. Biomasse leistet heute einen wichtigen Beitrag zur klimaverträglichen regionalen Energieversorgung. Ihre energetische Nutzung muss allerdings hohen Effizienzstandards entsprechen. Unser Land erschließt weiterhin die Potenziale und damit die Chancen der Biomasse systematisch.
Biomasse zeichnet sich im Vergleich zu den anderen erneuerbaren Energien sowohl hinsichtlich des Potenzialangebots als auch der möglichen Nutzungspfade durch außerordentliche Vielfalt aus. Energieholz, Holz aus Kurzumtriebsplantagen, Silomais, Stroh, Gülle, Gehölzschnitt, organische Nebenprodukte, Klärschlamm, Industrierestholz und Altholz können veredelt durch unterschiedliche Konversionstechnologien in fester, gasförmiger und flüssiger Form zur Strom,- Wärme- und Kraftstofferzeugung eingesetzt werden. Bei all diesen Anwendungen setzen wir bevorzugt auf die Nutzung von solchen Biomassen, die nicht in Konkurrenz zu stofflichen Nutzungen oder zur Nahrungsmittelproduktion stehen.
Durch ein gezieltes Stoffstrommanagement sind die auf örtlicher und regionaler Ebene anfallenden Rohstoffpotenziale zu aktivieren. Damit diese optimal als Energieträger genutzt und als Bodenverbesserungsmaterial eingesetzt werden, unterstützt mein Ministerium eine ganze Reihe von aussichtsreichen Projekten. Wir wollen mit dem Einsatz der Biomasse zur Energieerzeugung die endlichen fossilen und mineralischen Rohstoffe noch über lange Zeiträume, vor allem für hochwertige werkstoffliche Anwendungen, verfügbar halten.
Wichtig ist uns, dass nur solche Biomasse einer energetischen Verwertung zu geführt wird, die aus einer nachweisbar nachhaltigen Produktion stammt und durch die eine Mindestmenge an CO2-Minderung erreicht wird.
Die Biomassetagung steht auch in diesem Jahr ganz im Zeichen anspruchsvoller Fragestellungen: Beim Ressourcenmanagement, bei der Effizienzverbesserung, der Minimierung der Treibhausgasemissionen sowie der Auflösung von Nutzungskonkurrenzen sind neue und angepasste Lösungen zu entwickeln. Mit dieser Veranstaltung wollen wir außerdem allen Beteiligten einen Überblick über ausgewählte Produkte, innovative Technologien und Dienstleistungen in Rheinland-Pfalz geben. Wir unterstützen damit den Transfer von Informationen, das kritische Reflektieren und den Austausch von Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis.
Ich wünsche Ihnen gute Gespräche, Diskussionen und eine interessante Veranstaltung.
Margit Conrad
Staatsministerin für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz
Rheinland-Pfalz








