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    Das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) ist ein etabliertes In-Institut der Hochschule Trier mit Sitz am Umwelt-Campus Birkenfeld (Null-Emissions-Campus).  [mehr über IfaS]

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Vorträge

Termin: 21./22. Oktober 2015
Tagungsort: Mövenpick-Hotel Berlin [Link]

 

Vorträge

Die Vorträge zur Veranstaltung finden Sie nachfolgend:

Andreas Schütte, FNR: Beiträge der Forschungsförderung des BMEL zur nachhaltigen Erschließung von land- und forstwirtschaftlichen Energie- und Rohstoffpotenzialen

Frank Wagener, IfaS: Das Projekt ELKE - ein Beitrag zur Verbindung und Lösung von agrar- und umweltpolitischen Zielen

Michael Glemnitz, ZALF: Anforderungen an die Gestaltung von Anbauverfahren für die Produktion nachwachsender Rohstoffe in Bezug auf die Erfüllung umweltpolitischer Ziele

Krista Dziewiaty, Deutsche Ornithologen-Gesellschaft: Vögel der Agrarlandschaft durch produktionsintegrierte Maßnahmen fördern

Ralf Krechel, IVÖR: Ergebnisse der Vogelkartierung im Budnesverbundprojekt ELKE

Christian Böhm, BTU Cottbus, AgroForstEnergie: Reduzierung der Wind- und Wassererosion durch Agroforstsysteme

Jörg Böhmer, IfaS: Fallbeispiele zu betriebswirtschaftlichen Betrachtungen und agrarstrukturellen Belangen extensiver Anbausysteme - mehr Nutzen für Landwirte und Gesellschaft

Bernhard Osterburg, TI: Beitrag der Agrarpolitik zur Integration des Naturschutzes in die landwirtschaftliche Flächennutzung

Peter Heck, IfaS: Ergebnisse aus ELKE als Kooperationsansatz im betrieblichen und regionalen Stoffstrommanagement

Hans-Peter Michler, Hochschule Trier: Reicht unser Rechtsrahmen für eine Perspektive zu mehr Umwelt- und Naturschutz mit der Landwirtschaft aus?

Ludwig Pertl, Markt Kaufering: Eine Kommune verbindet Natur-, Wasser- und Klimaschutz

Burkhard Kayser: Agroforstsysteme aus Sicht landwirtschaftlicher Betriebe

Christian Schlattmann, NLSTBV - LG: Neue Wege in der Kooperation von Planungm, Naturschutz und Landwirtschaft beim Neubau der A39

Moritz von Harling, Viessmann GmbH & Co KG: Natur- und Klimaschutz in einem Industriebetrieb

 

 

Inhalt:

Der globale Wandel geht mit einer Zunahme der Nutzungsansprüche an Landschaften einher, die gleichzeitig zu sich verstärkenden Landnutzungskonflikten z.B. zwischen der Nahrungsmittel- und Rohstoffproduktion, dem Naturschutz sowie dem Tourismus führen. Diese Konflikte sind nicht auf dem ordnungspolitischen Weg zu regeln, sondern verlangen ein Aufeinander zugehen und die Entwicklung zeitgemäßer Problemlösungen durch die beteiligten Akteure. Die Entwicklung umwelt- bzw. biodiversitätsfreundlicher Bewirtschaftungssysteme ist ein innovativer wie konstruktiver Weg für ein Zusammenwirken von Landwirtschaft und Naturschutz, vor allem auf Ackerstandorten. Erste Ergebnisse aus verschiedenen angewandten Forschungsprojekten zeigen, dass eine nachhaltige Erzeugung von nachwachsenden Rohstoffen mit der Förderung der nutzungsbedingten Biodiversität gekoppelt werden kann. Der Schlüssel für eine Verbesserung der Umwelt- bzw. Biodiversitätseffekte des Anbaus nachwachsender Rohstoffe liegt oft in der Ausgestaltung der Anbauverfahren und der Berücksichtigung der lokalen Standorteigenschaften und Biotope bzw. Lebensräume begründet. Dieser Pflanzenbau bietet zahlreiche Optionen für die Anpassung an lokale Umwelt- bzw. Biodiversitätsziele im Sinne einer Diversifizierung der Landnutzung (vgl. u.a. Haber 1972 & 2014: Differenzierte Landnutzung). Diese Optionen werden jedoch aktuell in der Landnutzung kaum angewandt.

Die Fachveranstaltung dient der Zusammenfassung des aktuellen Wissensstandes darüber, durch welche Anbausysteme bzw. Anbauverfahren, die biologische Vielfalt, der Biotopverbund sowie der Klima- und Umweltschutz mit dem Anbau nachwachsender Rohstoffe zusammengeführt werden können. Es geht also im Gesamtergebnis darum, aufzuzeigen wie unsere Kulturlandschaften durch innovative Bewirtschaftungssysteme am Beispiel der Non-Food-Produktion weiterentwickelt werden können. Dabei steht eine Erweiterung der Werkzeuge in und mit der Praxis im Fokus und nicht ein Ersetzen bewährter Maßnahmen.

Praxis und Wissenschaft sind aufgerufen, dieses Diskussionsforum zu nutzen, um aktuelle Forschungsergebnisse zur nachhaltigen Biomasseproduktion und zum produktionsintegrierten Naturschutz auszutauschen.

Wichtige Diskussionsfragen sind dabei:

Wie gelingt ein produktionsintegrierter Umweltschutz bzw. Erhalt der Biodiversität in der Landwirtschaft und zu welchen Marktkosten? Wie kann der gesellschaftliche Mehrwert einer betrieblich und ökologisch optimierten Erzeugung nachwachsender Rohstoffe organisiert und finanziert werden? Welches Wissen fehlt uns?

Ziel der Fachveranstaltung ist eine pragmatische Diskussion machbarer und konstruktiver Angebote für landwirtschaftliche Betriebe in der Vielfalt der Kulturlandschaften Deutschlands. Es geht also zentral um die Frage, wie in Zukunft mehr Umweltschutz und nutzungsbedingte Biodiversität umgesetzt, welche Rahmenbedingungen dafür geschaffen und wie die Qualität geeigneter Maßnahmen sichergestellt werden kann.

Themenblöcke:

      1. Begrüßung, Einführung & Impulse: Beiträge der Landwirtschaft zu Umweltschutz und Biodiversitätsförderung
      2. Ergebnisse Teil I Lösungsansätze aus der Feldbiologie (Werte Biodiversität & Naturschutz)
      3. Ergebnisse Teil II Lösungsansätze für den Boden & Nährstoffkreisläufe (Werte Umweltschutz)
      4. Ergebnisse Teil III Lösungsansätze aus der Sozio-Ökonomie (Werte Gesellschaft & Wirtschaft)
      5. Diskussion zur Entwicklung nachhaltiger und biodiversitätsfördernder Bewirtschaftungssysteme (Perspektiven und Schlüsselfaktoren: Entscheider)
      6. Ergebnisse Teil IV Lösungsansätze aus der lokalen Kooperation (Lokale Werte & Kulturlandschaftsentwicklung)
      7. Abschlussdiskussion Entwicklungsbedarf: Was jetzt konkret zu tun ist

           Zielgruppe:

          • Akteure mit praxisbasierten Projekten
          • Praxisentwickler
          • Forscher
          • Fachleute aus Verwaltung und Politik


          Organisation und Auskünfte:

          Jochen Meisberger
          Umwelt-Campus Birkenfeld
          Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS)
          Tel:     06782 17-2633
          Fax:    06782 17-1264
          E-Mail:    j.meisberger@umwelt-campus.de