Bäume für die Zukunft – Bestandserhalt und Neuanlage von Stadtbäumen unter Einbindung der Öffentlichkeit
Ausgangslage:
Die Stadt Pirmasens steht zunehmend vor den Herausforderungen des Klimawandels. Häufigere Extremwetterereignisse, längere Trockenperioden und Wasserknappheit wirken sich insbesondere auf den städtischen Baumbestand aus.
Vor allem Straßenbäume sind hohen Belastungen ausgesetzt: versiegelte Flächen, starke Hitzeabstrahlung und eingeschränkte Wasserverfügbarkeit unterscheiden sich deutlich von natürlichen Standortbedingungen. Ohne gezielte Erhaltungsmaßnahmen erreichen viele Stadtbäume ihre natürliche Lebenserwartung nicht mehr. Gleichzeitig stoßen bestehende Strukturen zur Bewässerung und Pflege zunehmend an ihre Grenzen.
Die Stadt unterhält rund 450.000 m² öffentliche Grünflächen sowie etwa 10.000 Bäume, darunter rund 3.000 Straßenbäume, die eine wichtige Funktion für Mikroklima, Luftqualität und Aufenthaltsqualität übernehmen.
Ziele:
- Schonung von Ressourcen durch Prozessoptimierung und effizienteren Einsatz von Personal, Geräten und Wasser
- Unterstützung der Baumkontrolle und langfristige Sicherung des kommunalen Anlagevermögens
- Erhalt und Weiterentwicklung einer zukunftsfähigen grünen Infrastruktur
- Ausbau des Stadtbaumbestandes zur Verbesserung von Mikroklima, Luftqualität, Lärmminderung und Biodiversität
- Umsetzung des Schwammstadtprinzips zur besseren Speicherung und Nutzung von Regenwasser
- Reduzierung des langfristigen Pflege- und Bewässerungsaufwands
Inhalte des Coachings:
Bildung und Sensibilisierung
- Durchführung einer Kinder-Nachhaltigkeitskonferenz am 07. Juni 2025 an der Grundschule Horeb in Pirmasens
- Vermittlung grundlegender Inhalte zu Klimaerwärmung und Klimaschutz
- Entwicklung und Umsetzung eines Lernmoduls zum Thema Pflanzenkohle und Natürlicher Klimaschutz
- Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für nachhaltige Stadtentwicklung und Klimaanpassung
Bestandserhalt und Neuanlage von Stadtbäumen
- Entwicklung eines Konzepts für eine sensorgestützte Bewässerung des städtischen Baumbestandes; Projektinhalte:
- Aufbau eines Netzes von Bodensensoren zur Erfassung von Bodenfeuchte und Wasserbedarf
- Digitale Auswertung der Daten zur bedarfsgerechten Bewässerung und effizienteren Wasserverteilung
- Identifikation besonders belasteter Standorte mit erhöhtem Wasserbedarf
- Prüfung dezentraler Wasserreservoirs zur lokalen Wasserbevorratung
- Im Bereich der Neupflanzungen lag ein besonderer Fokus auf der Implementierung des Stockholmer Baumpflanzsystems. Dieses soll künftig dazu beitragen:
- Wasser besser im Boden zu speichern
- den Bewässerungsaufwand langfristig zu reduzieren
- Kühlungseffekte im Stadtraum zu erzeugen
- die Vitalität der Stadtbäume zu erhöhen
- Kohlenstoff langfristig im urbanen Raum zu binden
Unterstützung Fördermittelbeantragung
- Unterstützung bei der Vorbereitung und Bearbeitung von Nachforderungen für einen Förderantrag beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
- Inhaltliche Unterstützung zu Themen wie Sensorik, dezentrale Wasserreservoirs und Stockholmer Baumpflanzsystem
- Unterstützung bei der Beantragung von investiven Mitteln im Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (KfW-Zuschuss Nr. 444)

