ZEUUS auf der 16. Internationalen Circular Economy Week vorgestellt

Auf der diesjährigen Konferenz der 16. International Circular Economy Week rückte die Zukunft klimafreundlicher Innovationen im Hochschulbereich in den Mittelpunkt. Breandán Goss, Senior Innovation and Accelerator Manager am Trinity College Dublin, präsentierte das EIT Higher Education Initiative-Projekt ZEUUS – Zero Emissions Entrepreneurship for Universal Sustainability. Sein Vortrag zeigte auf, wie ZEUUS die Rolle von Hochschulen verändert und sie dabei unterstützt, Klimaschutz durch Unternehmertum, Innovation und globale Zusammenarbeit zu beschleunigen.

ZEUUS ist Teil der umfassenderen EIT Higher Education Initiative, einer europäischen Förderung mit dem Ziel, die Innovationskraft von Hochschulen zu stärken, unternehmerische Ökosysteme aufzubauen und die Zusammenarbeit mit der Industrie zu verbessern. Mehr als 350 Hochschulen nehmen bereits an der Initiative teil. ZEUUS hebt sich besonders dadurch hervor, dass es Hochschulen zu Katalysatoren für skalierbare Lösungen machen möchte, die die Klimakrise direkt adressieren.

Im Kern betrachtet ZEUUS Hochschulen als entscheidende Treiber nachhaltiger Veränderung. Diese Institutionen können wissensbasierte Innovationen hervorbringen, die globale Herausforderungen in den Bereichen Energie, Mobilität, Digitalisierung und Resilienz lösen. Goss erklärte, dass das Projekt darauf abzielt, unternehmerische Denkweisen, strategische Kooperationen und innovative Modelle zu fördern, um eine nachhaltigere und inklusivere Welt zu schaffen.

Ein zentrales Element der Initiative ist die ZEUUS Seed Factory, ein Bildungs- und Trainingsmodell, das Studierende, Forschende und Mitarbeitende mit den unternehmerischen und intrapreneurialen Fähigkeiten ausstattet, die sie in schnelllebigen Branchen benötigen. Die Teilnehmenden setzen sich mit realen Herausforderungen auseinander, entwickeln technische Kompetenzen und unternehmerische Denkweisen. Sie lernen, Chancen zu erkennen, Ideen zu validieren und sich sicher in innovationsorientierten Berufsfeldern zu bewegen.

Das Seed Factory-Modell wird durch das Faculty-Driven Innovation Framework von ZEUUS ergänzt, das Fakultätsmitglieder als zentrale Verbindung zwischen akademischer Forschung und aktuellen industriellen Anforderungen positioniert. Lehrende arbeiten mit Projektpartnern zusammen, um branchenspezifische Herausforderungen zu identifizieren, die Ideenentwicklung zu begleiten und die Teilnehmenden während Forschung, Prototyping und Testphasen zu unterstützen. Diese strukturierte Innovationspipeline ermöglicht strategische Begleitung und fördert gleichzeitig schnelle Experimente – ganz im Sinne von Samuel Becketts Grundsatz: „Try Again. Fail Again. Fail Better.“

Ein wesentlicher Aspekt von ZEUUS ist der Fokus auf globale Herausforderungen durch interdisziplinäre und digital integrierte Ansätze. IfaS ist ebenfalls ein wichtiger Beitragspartner dieser Initiative, insbesondere bei der Entwicklung von Lösungen in den Bereichen Klimaresilienz, nachhaltige Energie, digitale Transformation und Zirkularität (https://www.stoffstrom.org/zeeus/ ). Das „Global Gateway“-Konzept des Programms hebt das Potenzial des wechselseitigen Lernens zwischen Globalem Norden und Globalem Süden hervor und fördert Innovationen, die flexibel, kontextspezifisch und weltweit relevant sind.

Letztendlich hat ZEUUS das Ziel, Absolventinnen und Absolventen hervorzubringen, die flexibel, industrienahe und innovationsbereit sind. Sie sollen sowohl für unternehmerische Vorhaben als auch für intrapreneuriale Rollen in etablierten Organisationen vorbereitet sein. Durch die Integration von Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschaftsprinzipien in die Innovationsausbildung trägt das Projekt entscheidend zu Europas Bestrebungen bei, Klimaneutralität zu erreichen und regenerative Wirtschaftsmodelle zu fördern.

Der Vortrag endete mit der Einladung, den Projektfortschritt über die Websites https://eit-hei.eu/projects/zeeus/ , https://zeeus.org/ sowie die sozialen Medien zu verfolgen, während ZEUUS seine Partnerschaften und Wirkung in der europäischen Innovationslandschaft weiter ausbaut.

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