Teilnahme an LCA-Care-Konsortiumssitzung in Spanien

Govindas Manufaktur GmbH und IfaS – Projektmanager nehmen an der LCA-Care-Konsortiumssitzung in Salamanca teil

Wilhelm Kinn, Geschäftsführer der Govindas Manufaktur GmbH, nahm gemeinsam mit Navoda Senanayake und Jackeline Martínez vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Hochschule Trier (TUAS) am vierten Partnertreffen des europäischen Projekts LCA Care teil. Das Treffen fand vom 3. bis 5. Februar 2026 an der Universidad de Salamanca (USAL) in Spanien statt.

An der Veranstaltung nahmen rund 25 Vertreterinnen und Vertreter von Partnerinstitutionen aus der Wissenschaft sowie aus kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Agrar- und Lebensmittelsektors teil. Die beteiligten Organisationen kamen aus Bulgarien, Spanien, Litauen, Portugal und Deutschland und stärkten damit die transnationale Zusammenarbeit innerhalb des Konsortiums.

Zentrales Ziel des LCA-Care-Projekts, das vom Instituto Superior de Engenharia de Coimbra (ISEC) in Portugal koordiniert und durch das Erasmus+-Programm kofinanziert wird, ist es, Agrar- und Lebensmittelunternehmen die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln, um ihre Umweltauswirkungen mithilfe der Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment, LCA) systematisch zu erfassen und zu reduzieren. Das Projekt kombiniert praxisnahe digitale Werkzeuge mit innovativen Schulungsansätzen, darunter Mikro-Zertifizierungen, um insbesondere die Kapazitäten von KMU nachhaltig zu stärken.

Im Rahmen des Treffens besuchten die Teilnehmenden zudem das Unternehmen „La Flor de Santa Teresa“ in Ávila, das zu den mit Avilagro verbundenen Betrieben gehört. Das Unternehmen ist auf die Herstellung regionaltypischer Süßwaren spezialisiert und bot praxisnahe Einblicke in nachhaltige Produktionsprozesse im Lebensmittelsektor.

Als strategischer Projektpartner brachte die TUAS ihr technisches Fachwissen in die Validierung der digitalen LCA-Care-Plattform ein. Diese cloudbasierte Anwendung soll kleinen und mittleren Unternehmen ermöglichen, ihre CO₂-Bilanz eigenständig zu berechnen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Im Mittelpunkt der fachlichen Diskussionen standen die Optimierung der Tool-Funktionalitäten, die Sicherstellung der Dateninteroperabilität sowie die nutzerfreundliche Gestaltung der Arbeitsabläufe, um eine praxisnahe Anwendbarkeit zu gewährleisten.

Neben der technischen Weiterentwicklung erzielte das Konsortium unter der Leitung der USAL deutliche Fortschritte bei der Konzeption von Schulungskursen und Mikro-Zertifikaten. Die Kurse zielen auf eine agile, praxisorientierte Weiterbildung in den Bereichen Lebenszyklusanalyse, Öko-Innovation und Nachhaltigkeitsmanagement ab und richten sich insbesondere an Vertreterinnen und Vertreter von KMU im Agrar- und Lebensmittelsektor. Die entwickelten Lernformate sollen langfristig den Kapazitätsaufbau sowie die Kompetenzentwicklung im europäischen Agrar- und Lebensmittelsektor unterstützen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: https://lca-care.eu/

Eine Broschüre mit allgemeinen Informationen sowie Anmeldehinweisen zu den Schulungskursen und Mikro-Zertifizierungen für KMU und Unternehmen des Agrar- und Lebensmittelsektors steht hier zur Verfügung:
https://lca-care.eu/wp-content/uploads/2026/02/MCD1-Booklet.pdf

Die Teilnahme an den Angeboten ist für KMU kostenfrei.

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