Wissenstransfer für Kommunen bei der Konferenz Natürlicher Klimaschutz

Am 23. Juni zeigten IfaS-Projektmanager Martin Pesch und Betriebsleiterin Ina Dörr vom Wackenberger Hof im Rahmen der 3. Konferenz „Natürlicher Klimaschutz im Saarland und Rheinland-Pfalz“ wie Agroforst Beiträge zum natürlichen Klimaschutz in der Region leistet.

Die beiden Referierenden fokussierten sich darauf, den Kommunalvertreterinnen und -vertretern im Publikum Praxisbeispiele und Werkzeuge an die Hand zu geben, wie Agroforstwirtschaft in den zwei Bundesländern Saarland und Rheinland-Pfalz umgesetzt werden kann.

Der Wackenberger Hof diente im Vortrag als Beispiel für ein bereits umgesetztes Agroforstsystem im Saarland. Der Standort, der über das AFaktive-Projekt (ein Schwesterprojekt von AGROfloW) betreut wird, wurde im April dieses Jahres gepflanzt. In diesem Artikel wird mehr über die Ausgangslage mit Erosionsproblemen und über den Lösungsansatz mit dem Agroforstsystem berichtet.

Obwohl die Agroforstwirtschaft bereits in Teilen der Praxis (s. IfaS-Projekte wie das Agroforstsystem im Wurzener Land), sowie in der Fachliteratur (s. neue Studie des Thünen-Instituts zu Bodenkohlenstoffspeicherung) zunehmend Anerkennung und Anwendung findet, sind diese Form der Landnutzung und ihre Vorteile noch nicht ausreichend bekannt. Gemäß dem IfaS-Ansatz müssen insbesondere Akteure wie Kommunen und Landkreisen aktiv mit einbezogen werden. Sie spielen nicht nur eine zentrale Rolle bei der Umsetzung, sondern profitieren zugleich von klimaresilienteren Landschaften und den damit verbundenen Ökosystemleistungen. Darüber hinaus bietet die Agroforstwirtschaft zahlreiche Anknüpfungspunkte zu kommunalen Handlungsfeldern wie Wärmeplanung, regionaler Wertschöpfung und Klimaanpassung.

Passend zum Thema hat die Konferenz bei einer Hitzewelle stattgefunden: Für alle Teilnehmenden war die Dringlichkeit von Klimawandelanpassung unmittelbar spürbar.

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