Erschließung neuer Wasserquellen für eine klimaresiliente Trinkwasserversorgung in Nordwesteuropa
Zusammenfassung
Der Klimawandel setzt die Verfügbarkeit unserer heutigen Trinkwasserressourcen zunehmend unter Druck. Die Erschließung neuer und nachhaltiger Wasserquellen für Haushalte und Industrie ist daher ein zentraler Baustein für eine klimaresiliente Wasserversorgung.
Das Projekt NEW WATER begegnet dieser Herausforderung. Partner aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland bündeln ihre Kompetenzen, um drei alternative Wasserquellen für die Trinkwasserversorgung nutzbar zu machen:
- Abwasser
- Regenwasser
- belastetes Oberflächenwasser
7 NEW WATER Pilotstandorte
Das NEW WATER-Konsortium errichtet sowohl zentrale als auch dezentrale Pilotanlagen. Diese liefern wertvolle Erkenntnisse zu technologischen, regulatorischen und kommunikativen Fragestellungen (gesellschaftliche Akzeptanz) sowie zu wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für tragfähige Geschäftsmodelle.
Großtechnische zentrale Trinkwasserproduktion
- Belgien – De Watergroep & Raffinerie Tirlemontoise (RT)
Quelle: Abwasser aus der Zuckerrübenverarbeitung - Niederlande – Dunea
Quelle: belastetes Oberflächenwasser - Frankreich – Loudéac Communauté Bretagne Centre
Quelle: Abwasser aus der Lebensmittelindustrie
Dezentrale Trinkwasserproduktion
- Niederlande – NX Filtration
Quelle: kommunales Abwasser - Niederlande – Saxion & Intewa
Quelle: Regenwasser - Deutschland – Hochschule Trier (Umwelt-Campus Birkenfeld / IfaS)
Quelle: Grauwasser aus Studierendenwohnheimen (Gebäude 9903) - Belgien – Verenigde compostbedrijven (VERKO)
Quelle: Gärreste aus einer Kompostierungsanlage
Projektergebnisse – Erschließung alternativer Quellen für die Trinkwasserversorgung
Das Projekt NEW WATER und seine Ergebnisse werden den Übergang zu alternativen Quellen für die Trinkwasserversorgung begleiten und beschleunigen, indem sie praktische Unterstützung für die Umsetzung bereitstellen. Ein umfassendes Implementation Handbook wird Produzenten und Entscheidungsträger in ganz Nordwesteuropa dabei unterstützen, gesetzliche Hürden, technologische Herausforderungen, wirtschaftliche Machbarkeit, Sicherheitsanforderungen, CO₂-Fußabdruck sowie gesellschaftliche Akzeptanz zu bewältigen.
Zur Stärkung des öffentlichen Vertrauens werden außerdem eine gezielte Kommunikationskampagne sowie unterstützende Informationsmaterialien entwickelt, um die Akzeptanz dieser neuen Wasserquellen in der Bevölkerung zu fördern.
Die Anwendung des Handbuchs wird zusätzlich durch spezielle Schulungsprogramme unterstützt. Diese richten sich an Trinkwasserproduzenten, Unternehmen mit erheblichen Abwasserströmen und/oder hohem Trinkwasserbedarf sowie an politische Entscheidungsträger (Trinkwasserbehörden, Gesundheitsbehörden sowie lokale und regionale Behörden, die über Richtlinien und Genehmigungen entscheiden).
Darüber hinaus wird ein Matchmaking- und Coaching-Programm Wasserressourcenbesitzer mit Technologieanbietern vernetzen und so die praktische Umsetzung sowie die Skalierung der Lösungen fördern.
Bis zum Ende des Projekts werden drei alternative Wasserquellen – Abwasser, Regenwasser und belastetes Oberflächenwasser – von Vorreitern der Trinkwasserversorgung in Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Belgien erfolgreich umgesetzt sein.
Durch die Anwendung des Implementation Handbooks und die begleitenden Aktivitäten wird die Verfügbarkeit von Trinkwasser in Nordwesteuropa langfristig erhöht. Dadurch wird die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel gestärkt und eine nachhaltigere und zuverlässigere Wasserversorgung für Bürgerinnen und Bürger sowie die Industrie sichergestellt – auch in Zeiten extremer Dürre.
16 Projektpartner
- Provincie Vlaams-Brabant (BE) (Lead Partner)
- Provinciale Ontwikkelingsmaatschappij Vlaams-Brabant (BE)
- De Watergroep (BE)
- Raffinerie Tirlemontoise (RT) (BE)
- Dunea (NL)
- Loudéac Communauté Bretagne Centre (FR)
- Verenigde kompostbedrijven (BE)
- NX Filtration BV (NL)
- Stichting Saxion (NL)
- Hochschule Trier (DE)
- KU Leuven (BE)
- DVGW-Technologiezentrum Wasser (DE)
- Ontwikkelingsmaatschappij Oost-Nederland NV (NL)
- Water Alliance (NL)
- figawa e.V. (DE)
- Vlaams Instituut voor Technologisch Onderzoek (VITO) (BE)
Kontakt
Sarah Doumen
Projektmanagerin
Tel.: +32 478 20 40 33
E-Mail: eb.tnabarbsmaalvmop@nemuod.haras

Rahmendaten
| Projektlaufzeit: | 19. November 2025 – Juni 2029 (43 Monate) |
| Gesamtbudget: | 6.650.266 € |
| EFRE-Förderung: | 3.990.159,30 € |

