Klimaschutz spielerisch entdecken: Kinderklimaschutzkonferenz in Hoppstädten-Weiersbach

Beitragsbild: Gruppenbild Kinderklimaschutzkonferenz Hoppstädten-Weiersbach | © VG Birkenfeld

Experimentieren, ausprobieren, gemeinsam Lösungen finden: Im Rahmen des Sanierungsmanagements Hoppstädten-Weiersbach fand Anfang der Woche eine Kinderklimaschutzkonferenz statt, bei der sich die 27 Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Grundschule Hoppstädten-Weiersbach einen Tag lang intensiv mit Klimaschutz, Energie und den Folgen des Klimawandels beschäftigten.

Bereits in der vergangenen Woche fiel der Startschuss für die Klimaschutz-Bildungsangebote in der Kindertagesstätte in Hoppstädten-Weiersbach. Gemeinsam mit 28 Vorschulkindern ging es darum, erste altersgerechte Zugänge zu Klimaschutz und Klimawandel zu schaffen. Begleitet wurden die Kinder dabei von Kuno, dem Eisbären, der als Maskottchen durch das Programm führte. Gemeinsam wurde entdeckt, warum sich das Klima verändert, was das für Kunos Lebensraum am Nordpol bedeutet und was Klimaschutz mit unserem eigenen Alltag zu tun hat. Mit Spielen, kleinen Experimenten und viel Bewegung konnten so bereits die Jüngsten erste Zusammenhänge entdecken und eigene Ideen entwickeln.

Durch die Veranstaltungen führte Nina Fetzer vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umwelt-Campus Birkenfeld. Statt klassischer Wissensvermittlung standen dabei das eigene Entdecken, Ausprobieren und Mitmachen im Mittelpunkt.

Forschen, entdecken und Klimaschutz verstehen

Was ist eigentlich der Treibhauseffekt? Wo begegnet uns Energie im Alltag? Wie hängen unser Energieverbrauch und der Klimawandel zusammen? Und was können wir selbst verändern?

Während bei den Vorschulkindern Geschichten, Bewegung und spielerisches Entdecken im Vordergrund standen, konnten die Schülerinnen und Schüler bei der Kinderklimaschutzkonferenz bereits tiefer in die Zusammenhänge eintauchen. Mit naturwissenschaftlichen Experimenten wurde beispielsweise sichtbar gemacht, wie Treibhausgase wirken und warum sie für die Erwärmung der Erde eine Rolle spielen. Die Kinder stellten Vermutungen auf, beobachteten Veränderungen und diskutierten anschließend gemeinsam ihre Ergebnisse.

Der pädagogische Ansatz orientiert sich an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und des erforschenden Lernens. Dabei geht es nicht allein darum, Wissen über Klimaschutz zu vermitteln. Die Kinder sollen Zusammenhänge erkennen, Fragen stellen, eigene Lösungsansätze entwickeln und erleben, dass sie ihre Umwelt aktiv mitgestalten können.

Die Verbindung von naturwissenschaftlichen Experimenten, Bewegung, Spielen und gemeinsamen Gesprächsrunden sorgte für abwechslungsreiche Veranstaltungen und bot den unterschiedlichen Altersgruppen jeweils passende Zugänge zum Thema Klimaschutz.

Klimaschutz als gemeinsame Aufgabe vor Ort

Die Bildungsangebote sind Bestandteil der Aktivitäten des Sanierungsmanagements Hoppstädten-Weiersbach. Neben Fragen rund um Energieeffizienz, Gebäude und eine zukunftsfähige Energieversorgung spielt auch die Sensibilisierung und Beteiligung der Menschen vor Ort eine wichtige Rolle. Mit den Angeboten in Kita und Schule werden dabei bewusst bereits die jüngsten Bürgerinnen und Bürger einbezogen.

Verbandsbürgermeister Matthias König:

„Klimaschutz ist eine langfristige Aufgabe, bei der wir alle Generationen mitnehmen müssen. Umso wichtiger ist es, Kindern frühzeitig die Möglichkeit zu geben, die Zusammenhänge zwischen Energie, Klima und unserem Alltag zu verstehen. Besonders wertvoll ist, dass sie dabei nicht nur zuhören, sondern selbst experimentieren, Fragen stellen und Lösungen entwickeln können.“

Auch für Bürgermeister Manuel Weber zeigen die Veranstaltungen, wie Klimaschutz unmittelbar vor Ort vermittelt werden kann:

„Von den Vorschulkindern bis zu den Schülerinnen und Schülern erleben wir, mit wie viel Begeisterung und Neugier sich Kinder mit diesen Themen beschäftigen. Wenn sie selbst ausprobieren und entdecken können, wird Klimaschutz greifbar und bekommt einen direkten Bezug zu ihrem eigenen Alltag und zu unserem Leben hier in Hoppstädten-Weiersbach.“

Die Kinderklimaschutzkonferenz macht damit deutlich, dass Klimaschutz nicht nur eine technische Aufgabe ist. Eine nachhaltige Entwicklung braucht ebenso Wissen, Beteiligung und die Bereitschaft, gemeinsam neue Wege zu gehen. Die Kinder konnten erleben, dass Klimaschutz direkt vor der eigenen Haustür beginnt – und dass auch ihre Ideen für die Zukunft zählen.

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