Bürgerauto für Hoppstädten-Weiersbach

Bürgerauto für Hoppstädten-Weiersbach

Mobil zu sein ist für Menschen die Voraussetzung für eine aktive Teilnahme am gemeinschaftlichen Leben. Das gilt insbesondere für Senioren und Menschen mit Behinderung, die selbst nicht Auto fahren können oder nicht in der Lage sind, den Bus zu nutzen.

In diesem Jahr konnte ein hochleistungsfähiges Null-Emissions-Mobilitätszentrum am Umwelt-Campus Birkenfeld eröffnet werden.  Aus einer Initiative des IfaS erwuchs in Kooperation mit der AöR „Erneuerbare Energien für Birkenfeld“ (AöR eEfB) der Verbandsgemeinde Birkenfeld ein Projekt, das nicht nur auf umweltfreundliche Art Strom erzeugt, sondern durch das Schaffen einer intelligenten Infrastruktur flexible und nachhaltige Mobilitätsangebote im ländlichen Raum anbieten wird. Finanziell unterstützt wurden die umfangreichen Maßnahmen vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz (MUEEF) sowie über das EU-geförderte Projekt LIFE-IP ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas).

Vor diesem Hintergrund fand auf dem Gelände des Umwelt-Campus Birkenfeld die Übergabe des Bürgerautos, ein Elektrofahrzeug Renault ZOE, im Beisein von Peter Heyda, Oberbürgermeister von Hoppstädten-Weiersbach, Prof. Dr. Peter Heck, geschäftsführender Direktor des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), Prof. Dr. Stefan Diemer, Vizepräsident der Hochschule Trier, und Henning Lorang, geschäftsführender Gesellschafter der KLE Energie GmbH an die Ortsgemeinde statt.

Das IfaS stellt nun der Gemeinde ein Elektroauto für die Dauer eines Jahres kostenlos zur Verfügung. „Wir sehen uns als Mittler zwischen gesetzlichen CO2-Vorgaben und der Machbarkeit vor Ort. Es ist uns ein wichtiges Anliegen aufzuzeigen, dass Umweltschutz Spaß machen – z.B. kostenneutral sein kann; oder sogar noch Gewinne bringt und vielfachen Zusatznutzen.  Außerdem freuen wir uns, wenn es durch diese Aktion hier gelingt, immer mehr Menschen für die Elektromobilität zu begeistern.“, erklärte Prof. Heck in seiner kurzen Ansprache.

Die technische Einweisung der Fahrer*innen übernahm Evi Hubig (IfaS) mit Unterstützung von Peter Alles. Peter Alles fährt bereits seit geraumer Zeit das Bürgerauto der Verbandsgemeinde Birkenfeld und hat sich bereiterklärt, die dort gewonnen Erfahrungen bezüglich der Bewältigung der administrativen Aufgaben einzubringen. Hierfür bedankte sich OB Heyda ausdrücklich. An den Start gehen derzeit insgesamt zwölf Fahrer*innen. Auch diesen ehrenamtlich tätigen Fahrer*innen zollte der Oberbürgermeister Respekt und Anerkennung: „Es ist nicht selbstverständlich, wöchentlich einen halben Tag seiner Freizeit ohne Entgelt dem Wohle von hilfsbedürftigen Mitbürgern*innen zur Verfügung zu stellen. Hierfür meinen besonderen Dank.“ Ab Anfang November kommt das Bürgerauto von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und
14.00 Uhr bis 18.00 Uhr zum Einsatz. Die Nutzung des Bürgerautos ist kostenlos, wobei Spenden gerne von der Ortsgemeinde entgegengenommen werden.

Prof. Diemer nannte diese Aktion ein „Paradebeispiel für eine gelungene Kooperation von Wissenschaft und Praxis – von Hochschule, Institut und Gemeinde, bei der letztlich alle als Gewinner hervorgehen zum Wohle der Umwelt“.

 

 

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