Nachhaltige Entwicklungen in Gemeinden und Städten – IfaS zeigt praktikable Wege auf

Wie sieht die Zukunft einer nachhaltigen Entwicklung aus? Welche technischen Möglichkeiten sehen Forscher aus Deutschland für eine konkrete Umsetzung von Nachhaltigkeit in den Gemeinden und Städten?
Wissenschaftler des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) vom Umwelt-Campus Birkenfeld präsentieren derzeit zu diesen Themen Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsarbeit in Form einer Roadshow in mehreren Städten Deutschlands. Gefördert wird diese Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Mit dem Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA) unterstützt das BMBF bereits seit über zehn Jahren die Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen für ein zukunftsorientiertes Handeln und liefert innovative Lösungen sowie Produkte für eine nachhaltige Gesellschaft. Das Ministerium vergibt jährlich Fördermittel im dreistelligen Millionenbereich im Rahmen der Nachhaltigkeitsforschung, was das besondere Interesse zum Ausdruck bringt.

Nun möchte das Ministerium wissen, wie die vielen innovativen Forschungsergebnisse im Markt – also bei den potenziellen Nutzern – ankommen. Hierfür wurde das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), unter Leitung von Prof. Dr. Heck, damit beauftragt, die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsforschung in einer bundesweiten Veranstaltungsreihe vorzustellen und somit den Transfer von der Theorie in die Praxis zu unterstützen.

Mit einer dreijährigen Projektlaufzeit und einem Fördervolumen von rund 1,3 Millionen Euro führt das IfaS insgesamt sechs Konferenzen im Bundesgebiet durch. Gemeinsam mit externen Forschern und Praktikern wurden in Schwerin, Stuttgart, Hannover, Emsdetten und Leipzig rund 30 Ergebnisse aus der BMBF-Nachhaltigkeitsforschung Anwendern aus Kommunen und Unternehmen vorgestellt. Die sechste Veranstaltung findet am 11. und 12. April 2019 in Nürnberg statt.
Ab April beginnt die zweite Projektphase, zu der sich die teilnehmenden Kommunen als eine von 25 Modellkommunen bewerben können, um eine wissenschaftlich gestützte Vor-Ort-Analyse und Planung von konkreten Umsetzungsprojekten zu erhalten. Für den Umwelt-Campus und IfaS entstehen dadurch neue Netzwerke zu Forschern und kommunalen Akteuren aus ganz Deutschland.

Die Ergebnisse aus dem Roadshow-Projekt werden Einfluss auf die künftige Gestaltung von Förderprogrammen im Nachhaltigkeitsbereich des Bundesministeriums nehmen. Die Bedeutung des Fördervorhabens für das BMBF zeigt sich am persönlichen Interesse der Bundesministerin Frau Anja Karliczek am Projektfortschritt. Anlässlich der Roadshow in Emsdetten (Nordrhein-Westfalen) eröffnete Sie die beiden Veranstaltungstage und informierte sich über die Methodik sowie die Akzeptanz des Roadshow-Formates.

Foto: Bundesministerin Anja Karliczek bei der Eröffnung der Roadshow-Veranstaltung in Emsdetten
Quelle: Christian Schönemann, IfaS.